Presse

Presseinformation vom 30. Mai 2018 

KulturmarktHalle in Prenzlauer Berg eröffnet/

Erste Ausstellung bis 29. Juni

 

- Senator Dr. Lederer, Bezirksbürgermeister Benn und Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde, Joffe,

    eröffnen neuen Begegnungsort im Mühlenkiez

- Raum für Kultur und Nachbarschaft für alte und neue Berliner*innen
- Ausstellung „UntereinemDach“ eröffnet das Veranstaltungsprogramm 

 

Berlin hat seit heute eine KulturMarktHalle. Der neue Begegnungsort an der Kniprodestraße wurde am Abend von Berlins Senator für Kultur und Europa, Dr. Klaus Lederer, Pankows Bezirks- Bürgermeister Sören Benn sowie dem Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, Dr. Gideon Joffe, im Rahmen des ganztägigen Bezirksbesuchs des Senators eröffnet. Hier sollen sich künftig Alt- und Neuberliner*innen gleichermaßen begegnen können. Zudem soll der neue Kiez-Treffpunkt ein multikultureller Ort für Kulturangebote, nachbarschaftliche Projekte und gegenseitiges Kennenlernen werden.

Dr. Klaus Lederer, Berlins Senator für Kultur und Europa: Berlins Kultur steht neben den weltweit bekannten Leuchttürmen vor allem auch für die vielen kleinen Projekte, die sich aus der Stadt heraus entwickeln. Die KulturMarktHalle steht stellvertretend für die Kreativität in unserer Stadt.

Die KulturMarktHalle ist eine echte Chance für den Mühlenkiez“, sagt Sören Benn, Bezirksbürgermeister von Pankow. Sie soll ein lebendiger Begegnungsort werden, den alle Nachbar*innen im Kiez aktiv mitgestalten. Ich bin stolz über das Engagement so vieler Visionäre, die jahrelang daran gearbeitet haben, ihre Idee in die Realität umzusetzen.

Dr. Gideon Joffe, Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, die die Eigentümerin der Immobilie ist: Die Integration von Geflüchteten ist eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe und eine große Herausforderung, der wir uns alle gemeinsam stellen. Dafür brauchen wir mehr Orte, an denen sich Menschen verschiedenster kultureller Hintergründe und Lebenserfahrungen treffen und austauschen können. Die Jüdische Gemeinde zu Berlin öffnet ihre Türen für Geflüchtete und stellt dem Verein die Räumlichkeiten unentgeltlich zur Verfügung, um dieses wunderbare Kultur- und Integrationsprojekt tatkräftig zu unterstützen.

Die ehemalige Kaufhalle in der Hanns-Eisler-Straße / Ecke Kniprodestraße war seit langem ungenutzt

und wurde jetzt vom gemeinnützigen Verein KulturMarktHalle e.V. wiedereröffnet. Das Team besteht aus rund 50 ehrenamtlichen Mitgliedern und ist 2016 aus der Flüchtlingshilfe in den nahegelegenen Unterkünften der Storkower Straße hervorgegangen. Durch die Teilnahme an bundesweiten Stipendien-Programmen, unter anderem von Start Social und dem Social Impact Lab, wurde die Projektidee in den letzten zwei Jahren ausgearbeitet und ein breites Netzwerk an Förderern und Unterstützern gewonnen.

 

Zentrum für geflüchtete Existenzgründer

In der KulturMarktHalle sollen neben kulturellen Veranstaltungen auch Projekte angehender Unternehmer*innen gefördert werden. Dabei handelt es sich um Geflüchtete, die mit Handwerk, Gastronomie und Kunst den Weg in die Selbständigkeit antreten wollen. Seit 2017 werden vier ausgewählte Teams begleitet und insbesondere bei der Ausarbeitung ihrer Geschäftsidee sowie bürokratischen Vorgängen unterstützt.

So wurde heute auch ein mobiles Café – das „KulturMarktCafé“ – eingeweiht, das als sogenanntes Tiny House gebaut wurde und die Halle im Außenbereich ergänzt. Das Café wird seinen regulären Betrieb im Juli aufnehmen und von einem jungen Syrer betrieben. Die 15 mobilen Quadratmeter bieten neben dem Café auch Platz für eine kleine Bühne.

Veranstaltungsprogramm für Juni

Seit heute ist auch die erste Ausstellung zu sehen, die vom Team der KulturMarktHalle kuratiert wurde und das künftige Veranstaltungsprogramm der KulturMarktHalle einleitet: Zehn internationale Künstler*innen aus Berlin stellen noch bis 29. Juniunter dem Motto „Unter einem Dach“ ihre Werke aus. Sie umfassen Gemälde, Fotografien, Videos, Installationen und Skulpturen. Die Ausstellung ist von Donnerstag  Samstag immer von 15 bis 19 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

Zudem wird am Samstag das erste Theaterstück in der Halle aufgeführt. Weitere Veranstaltungen, wie Public Viewing zu den Spielen der deutschen Mannschaft anlässlich der FIFA Fußball-WM oder das Zuckerfest zum Ende des Fastenmonats Ramadan sind in Planung. Aktuelle Infos auf Facebook oder auf der Webseite.

Über den KulturMarktHalle e.V.

Der gemeinnützige Verein KulturMarktHalle e.V. wurde 2016 gegründet und entstand aus einer Gruppe ehrenamtlicher Flüchtlings- helfer*innen. Ihre Motivation ist es, Nachbar*innen des im Prenzlauer Berg gelegenen Mühlenkiezes mit den neuen Berliner*innen in den nahegelegenen Flüchtlingsunterkünften entlang der Storkower Straße zu vernetzen und die Nachbarschaft aktiv mitzugestalten. Wir sind ein Team mit verschiedenen beruflichen und kulturellen Hintergründen und sprechen neun Sprachen. DieKulturMarktHalle soll ein Begegnungsort für den Mühlenkiez werden und dort neue Chancen eröffnen. Das Projekt wird in enger Abstimmung mit dem Bezirk Pankow sowie dem Nachbarschaftsverbund Mühlenkiez umgesetzt. Zudem ist das Team des Vereins Absolvent des Beratungsprogramms beim Social Impact Lab Berlin sowie eines Stipendiums der bundesweiten Initiative Start Social. 


Pressekontakt

 E-Mail: pr@kulturmarkthalle-berlin.de

Telefon: 0176-21 54 68 98 

KulturMarktHalle e.V.
www.kulturmarkthalle-berlin.de